Waffen unbrauchbar, Friedensmission erfolgreich, Valentin zurück.

Das THW hat in Kolumbien die Friedensmission der Vereinten Nationen (VN) unterstützt. Dazu machten insgesamt 56 THW-Kräfte seit August mehr als 8 800 Waffen der FARC-Rebellen unbrauchbar. Ende September konnte die VN-Mission und damit auch der THW-Einsatz erfolgreich abgeschlossen werden.

"Für das THW war es eine außergewöhnliche Aufgabe. Ich danke den Helfern für die gute Arbeit“, sagte THW-Präsident Albrecht Broemme. Mit Diamanttrennschliefern und Plasmaschneidgeräten zerschnitten die THW-Kräfte die Waffen der FARC-Rebellen. Die FARC war eine Gruppe in Kolumbien, die mit Waffen gegen die kolumbianische Armee kämpfte.

Ihre Gewehre, Pistolen und Granatwerfer aus 750 Verstecken hatten die FARC-Rebellen zuvor VN-Beobachtern übergeben. Diese wiederum übergaben die Waffen an das THW zur Vernichtung. Innerhalb von sechs Wochen machten die Einsatzkräfte insgesamt 8.994 Lang- und Kurzwaffen unbrauchbar. Darunter waren Maschinengewehre sowie Pistolen aber auch Granatwerfer verschiedener Ausführung. Des Weiteren wurden über 30.000 Magazine zerstört. Alle Waffen und Waffenteile hatten VN-Experten zuvor inspiziert, um eine Gefährdung bei der Unbrauchbarmachung auszuschließen.

Seit dem Friedensschluss zwischen FARC-Rebellen und der kolumbianischen Regierung vor zehn Monaten sorgten die VN als neutraler Akteur dafür, dass beide Seiten die getroffenen Vereinbarungen einhielten. Dazu zählte unter anderem die Entwaffnung der FARC, die nun mit Hilfe des THW erfolgreich abgeschlossen wurde.

Zusätzlich unterstützte das THW die VN-Friedensmission, indem IT-Experten des THW das Informations- und Kommunikationsnetz für die Mission aufbauten.

Fachleute des THW brachten seit Januar dieses Jahres ihre Expertise in den Bereichen Funknetzwerk, Telekomunikation sowie Computer- und Netzwerktechnik ein.

Vor Ort in Kolumbien war auch Valentin Zickner vom THW-Ortsverband Karlsruhe. Im Berufsleben ist er Software-Engineer und seit sechs Jahren im THW ehrenamtlich tätig. Hauptaufgabe seines dreiwöchigen Auslandseinsatzes war die Bereitstellung der IT-Infrastruktur vor Ort. Vorbereitet wurde sein erster Einsatz im Ausland u. a. durch Lehrgänge an der THW-Bundesschule.

„Beeindruckt hat mich die Zusammenarbeit der dortigen Regierung, den ehemaligen Rebellen und der UN unter einem Dach und dies mit nur einfachen Arbeitsmitteln“, so der 27-Jährige. Welche Empfehlung er den Daheimgebliebenen geben kann: „Ehrenamtliches Engagement gerade im Ausland lohnt sich; man sammelt Erfahrungen, die man im gewöhnlichen Berufsleben so nie erhält.“

Unter HelfenKannJeder.de erhalten Interessierte Möglichkeiten aufgezeigt, sich entsprechend ihrer Interessen in einer der vielen Einsatzorganisationen zu engagieren.

24.10.17
Von: David Domjahn