Notfallszenarien fordern DRK und THW

Am Samstag, 22. Oktober 2016, fand eine gemeinsame Einsatzübung des Technischen Hilfswerks (THW) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) statt. Auf dem Werksgelände eines Bruchsaler Lebensmittelunternehmen probten ca. 35 Einsatzkräfte des THW-Ortsverbandes Karlsruhe und rund 15 Ehrenamtliche der DRK-Stadtbereitschaft den Ernstfall. Gemeinsam galt es, bei 15 angenommenen Notfälle Hilfe zu leisten.

Das Übungsszenario umfasste die Sichtung, Rettung und medizinische Versorgung von verschütteten Patienten in einer für die Einsatzkräfte anfangs bewusst undurchsichtig gestalteten Übungslage nach einem Stromausfall. Nach dem Vordringen des #THW durch Trümmerstrukturen wurden die Patienten an die Einsatzkräfte des #DRK übergeben, die Erste-Hilfe-Maßnahmen und Trauma-Versorgung vornahmen. Wie im Ernstfall wurde auch eine Patientenablage zur weiteren Betreuung bis zum Notfalltransport eingerichtet. In einem weiteren Szenario wurde die Rettung hilfloser Personen aus einem Pkw geprobt. Hierzu musste das THW schweres Gerät inklusive Notstrom-Versorgung zum Aufschneiden des PKWs einsetzen. In Zusammenarbeit mit dem DRK erfolgte die anschließende Rettung der verunfallten Person.

Auch in einem zweiten Teil der Übung stand die gemeinschaftliche Lösung von vorgegebenen Notfallsituationen von Teams aus THW und DRK an weiteren Stationen im Mittelpunkt. „Die Zusammenarbeit zwischen THW und DRK verlief einwandfrei und sehr zufriedenstellend“, betonte Cornelius Funk, Übungsleiter des THW Karlsruhe. Regelmäßig führen das Karlsruher DRK und THW gemeinsame Einsatzübungen durch, um für eine Zusammenarbeit bei einem Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein und die Bedürfnisse anderer Hilfsorganisationen besser zu verstehen. „Viele
Prozesse laufen mittlerweile Hand in Hand“, bestätigt auch Matthias Bothfeld, stellvertretender Bereitschaftsleiter der DRK-Stadtbereitschaft.

Das THW war mit insgesamt sieben Fahrzeugen vor Ort. Das DRK war mit zwei Notfall-Krankentransportwagen (NKTW), einem Gerätewagen Sanitätsdienst (GW-San) und einem Kommandowagen zur Funkkommunikation und -abstimmung anwesend. Nach Ende der ganztägigen Probe fand ein Abschlussgespräch mit allen Beteiligten statt, bei dem festgelegt wurde, gemeinsame Aktionen auch zukünftig durchführen zu wollen.

Text: Jennifer Manz (DRK)
Fotos: Maximillian Scheer (DRK)

11.11.16